Interview mit Ingrid Pointecker - Julie (Juli 2012)

 

 

Feathergames: Du hast erst im Mai deinen ersten Roman veröffentlicht. Wie lange hast du an diesem geschrieben und herumgefeilt?

 

Ingrid Pointecker: Die Idee entstand schon im Jahr 2004 nach meinem Schulabschluss. Mit dem Schreiben der „Hüter“ habe ich 2005 begonnen. Aufgrund anderer Projekte lag das Manuskript dann eine ganze Weile in der Schublade, bis ich es 2010 wieder herausgekramt habe. In diesem Jahr habe ich es völlig umgeschrieben und schließlich im April 2011 das Wörtchen „Ende“ darunter gesetzt.

Feathergames: Wie bist du auf die Idee für „Hüter des Uhrwerks: Wegstein“ gekommen?

 

Ingrid Pointecker: Ich lese quer durch alle Genres, allerdings sehr gerne dystopische und fantastische Literatur. Da mich aber Fantasy ein kleines bisschen mehr fasziniert, fand ich ein fantastisches Setting, das auf einem apokalyptischen Szenario fußt, sehr spannend. Die Ursprungsidee dahinter kann ich selbst nur noch wenig rekonstruieren. Es waren zwei Charakterkonzepte, die es auch in das gedruckte Buch geschafft haben, die mich schließlich nicht mehr losgelassen haben. Da wäre einerseits Darmandres, der eine tragende Rolle in meinem Roman spielt und ein sehr vielschichtiger Protagonist ist und andererseits Wheni, die quasi die „gute Seele“ meines Romans darstellt und mir persönlich sehr wichtig und sympathisch ist.


Feathergames: Was inspiriert dich besonders beim Schreiben?

 

Ingrid Pointecker: Die richtige Musik, primär Trailermusik zu Filmen, ist während des Schreibens sehr hilfreich. Auch mein engerer Freundeskreis ist sehr wichtig bei der Entwicklung neuer Ideen, da mich ein reger Austausch, auch über „buchfremde“ Themen oft zum Schreiben animiert.

Feathergames: Was arbeitest du hauptberuflich?

 

Ingrid Pointecker: Mein Umfeld nennt mich oft Multifunktions-Ingrid, da ich sehr viele Sachen gleichzeitig mache. Hauptberuflich an erster Stelle steht mein Studium an der Universität Wien, mein Brotberuf ist die Arbeit im Online-Marketing-Bereich und nebenher schreibe ich auch an anderen Stellen Artikel und kleinere Dinge auf beruflicher Basis.

Feathergames: Was sind sonstige Hobbys von dir?

 

Ingrid Pointecker: Auch hier bin ich viel in der Fantasy-Welt unterwegs. Ich lese sehr gerne, spiele mit Freunden Pen&Paper- und Live-Rollenspiele und nähe mir dafür auch eigene Kostüme. Sollte sich tatsächlich einmal ein kreatives Tief einstellen, löse ich das manchmal durch einen beherzten Griff zu Wolle und Stricknadeln.

Feathergames: Wirst du von deinem Umfeld unterstützt?

 

Ingrid Pointecker: Ja, und ich bin sehr dankbar dafür. Meine Eltern und Großeltern haben mir mit vielen Büchern und der frühen Förderung des Lesens einen Weg geebnet, den ich nun mit der Unterstützung meiner Freunde und meines Verlobten motiviert weiter beschreiten kann.

Auch mit dem Verlag Mondwolf, bei dem die „Hüter des Uhrwerks“ erschienen sind, entstand eine sehr angenehme und konstruktive Zusammenarbeit.

Feathergames: Wie würdest du deinen Roman in drei Wörtern beschreiben?

 

Ingrid Pointecker: Neubeginn, Freundschaft, Wissen

Feathergames: Hattest du Probleme als Jungautorin einen Verlag zu finden?

 

Ingrid Pointecker: Jein. Sicher ist es als unbekannte Autorin schwierig, sich Gehör zu verschaffen. Aber auch erfahrene Autoren müssen nicht unbedingt sofort einen Verlag finden. Geduld sollte man auf jeden Fall mitbringen. Dazu muss ich sagen, dass mir auch eine Portion Direktheit geholfen hat. Auch bei einer Absage habe ich immer um ein Feedback gebeten und es auch in den meisten Fällen bekommen.

Feathergames: Was für Tipps würdest du Schreiberlingen geben?

 

Ingrid Pointecker: Die vorher angesprochene Direktheit hilft oft weiter. Ihr schreibt Fantasy und in der Nähe findet eine Convention statt? Leseprobe einpacken und einfach nach dem Bedarf daran nachfragen.

Und vor allem, niemals entmutigen lassen! Schreibt weiter, lest weiter und habt Spaß daran. Selbst wenn es niemals veröffentlicht wird, hat man etwas Wunderschönes geschaffen, auf das man stolz sein kann.

Für alle grundsätzlichen Fragen gibt es im Internet wunderbare Communities zu den verschiedenen Genres und ganz viele Autoren, die den Kontakt zu anderen Schreiberlingen suchen.

Feathergames: Hast du noch eine Nachricht an unsere Fans?

 

Ingrid Pointecker: Egal, wie viel Stress man hat, Zeit für ein gutes Buch sollte immer bleiben. Und natürlich danke fürs Mitlesen!