Interview mit Nadine d'Arachart & Sarah Wedler - "Neuling" Jenny (August 2012)

Links: Nadine d'Arachart; Rechts: Sarah Wedler

 

 

Feathergames: Danke, dass ihr euch die Mühe macht, unsere Fragen zu beantworten!

Zuallererst: Erzählt etwas über Allgemeines euch. Wo kommt ihr her, wie alt seid ihr und seid wann schreibt ihr beiden?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Machen wir doch gern :-) Also, wir kommen aus dem Ruhrgebiet, genauer

dem kleinen Städtchen Hattingen. Wir sind beide 26 und schreiben, seit wir 12 waren.

Wir haben damals gemeinsam damit angefangen und bis heute durchgehalten.

 

Feathergames: Gutes Stichwort! Wie genau kamt ihr denn zum Schreiben - und warum zusammen?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Wir haben uns schon als Kinder immer gern Geschichten ausgedacht.

Irgendwann meinte Nadine dann, dass es doch schade drum ist und wir sie mal aufschreiben sollten - und genau das haben wir dann getan. Wir haben also nie einzeln geschrieben und können es uns deshalb auch gar nicht vorstellen, da würde einfach was fehlen.

 

Feathergames: Und was genau schreibt ihr?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Ach, das ist ganz unterschiedlich. Unser Debütroman "Die Muse des Mörders" ist ein Krimi, genauer ein Remake von einem alten Krimiklassiker. Unser eBook "Abgründe" - was danach erschienen, aber vor der "Muse" entstanden ist - geht eher in die Thriller-Richtung. Unsere Drehbücher und Kurzgeschichten sind dagegen als sozialkritisch einzuordnen, aber ab und zu versuchen wir uns auch an Kurzkrimis ;-) Was wir gar nicht können, aber früher gerne gelesen haben, ist Fantasy.

 

Feathergames: Was ist denn euer Lieblingsbuch? Oder welcher Autor hat euch besonders inspriert?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Wir haben früher beide die alten Bücher von Stephen King und Dean Koontz gelesen. Mittlerweile lesen wir aber alle möglichen Krimi- und Thrillerautoren. Inspirieren lassen wir uns eigentlich weniger von anderen Autoren, als von dem, was um uns herum passiert. Unsere Ideen entstehen immer spontan in unseren Köpfen und nie als Resultat auf etwas, was wir zuvor gelesen haben.

 

Feathergames: Und wenn ihr mal eine Schreibblockade habt?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Ist uns bisher zum Glück noch nie passiert. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir zu zweit schreiben - wenn der einen mal nichts einfällt, hat die andere immer noch genug Ideen ;-) Wir hoffen natürlich, dass das so bleibt und wir nicht irgendwann beide vor dem berüchtigten weißen Blatt sitzen...

 

Feathergames: Also würdet ihr anderen Autoren, gerade jüngeren, empfehlen, sich zusammenzusetzen, wenn der andere eine Schreibblockade hat? Und gibt es auch Nachteile, wenn man gemeinsam schreibt?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Klar, es kann nie schaden, wenn man sich zusammensetzt, allein schon um sich neue Inspiration zu holen. Manchmal kommt jemand anders auf ganz naheliegende Ideen, wenn man selber ein Brett vor dem Kopf hat.

Nachteile beim gemeinsamen Schreiben sind uns bisher eigentlich nicht aufgefallen, aber man muss eben Kompromisse eigehen, wenn man sich auf eine Idee sehr versteift hat und diese dem anderen gar nicht gefällt. Spätestens, wenn man mit einem Verlag zusammen arbeitet, kommen solche Kompromiss-Situationen aber sowieso vor.

 

Feathergames : Auf jeden Fall seid ihr sehr erfolgreich mit eurem Teamwork - auf eurer Seite kann man zahlreiche Teilnahmen an Wettbewerben und Ausschreibungen sehen. Welche davon ist euch noch besonders in Erinnerung?

 

Nadine d'Arachart und Sarah  Wedler: An einem Wettbewerb teilzunehmen macht eigentlich immer Spaß, allein schon wegen der Spannung, die daraus entsteht. Am schönsten ist es aber, wenn sich aus einem Wettbewerb etwas Längerfristiges ergibt. Unseren Verleger Bernhard Salomon beispielsweise haben wir durch die Teilnahme an einem Wettbewerb auf uns aufmerksam gemacht und auch unsere Zusammenarbeit mit dem E-Book-Verlag

Satzweiss.com hat sich aus einem Wettbewerb, dem 1. Deutschen E-Book-Preis, ergeben. Mittlerweile sind daraus die Veröffentlichungen "Die Muse des Mörders"

und "Abgründe" entstanden und die Teilnahme hat sich für uns damit mehr als gelohnt. Wir können also nur allen Autoren empfehlen, an Wettbewerben teilzunehmen :-)

 

Feathergames: Könnt ihr denn schon verraten, woran ihr gerade arbeitet? Wird es demnächst wieder Lesestoff von euch geben?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Zurzeit arbeiten wir parallel an drei Büchern. Das erste ist ein weiteres Remake eines Klassikers, das im Frühjahr 2013 als Nachfolger von "Die Muse des Mörders"

im Labor Verlag erscheinen wird. Das Buch wird wieder ein Krimi und zurzeit probegelesen. Ein anderes Buch, das auch in die Krimi/ Thriller-Richtung geht, überarbeiten wir zurzeit und zu dem dritten Buch erstellen wir gerade das

Konzept. Neuer Lesestoff ist also definitiv in Sicht!

 

Feathergames: Bleibt doch noch Zeit für Hobbys? Habt ihr auch noch andere gemeinsame oder braucht ihr ab und zu ein wenig Abstand voneinander?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Zeit für Hobbys muss einfach sein. Wir gehen zum Beispiel extrem gerne ins Kino. Aber auch Shopping und Partys dürfen nicht zu kurz kommen. Und eigentlich machen wir all das auch immer gemeinsam.

 

Feathergames: Kino - was ist euer Lieblingsfilm? Und was haltet ihr von Romanverfilmungen? Was würdet ihr sagen, wenn jemand EUER Buch verfilmen würde?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Wir haben eigentlich eine ganze Reihe an Lieblingsfilmen, beginnend bei Dramen wie "Hautnah" bis hin zu Thrillern wie der Hannibal-Reihe. Auch Horrorfilme sehen wir uns sehr gerne an. Gerade weil wir solche Filmfans sind, freuen wir uns auch, dass eine Verfilmung von "Die Muse des Mörders" sehr, sehr wahrscheinlich ist. Das Buch ist bereits von einer Produktionsfirma optioniert worden und aktuell wird daran gearbeitet, dass daraus ein Fernsehfilm wird. Für uns ist das natürlich total spannend und wir freuen und sehr darauf zu sehen was am Ende rauskommt!

 

Feathergames: Das sind ja wirklich großartige Nachrichten! Kann man Neuigkeiten über den Film auf eurer Seite sehen?

Habt ihr noch eine Nachricht an alle Feathergames-Leser?

 

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler: Ja, aktuelle Neuigkeiten findet man immer auf unserer Facebook-Seite

www.facebook.de/darachart.wedler und in regelmäßigen Abständen auf

www.write-fever.de. Bis es etwas Neues von der Verfilmung gibt, kann es aber noch

dauern, da die Recht ja gerade mal optioniert sind.

 

Abschließend möchten wir allen Autoren raten, einfach immer weiter zu

schreiben, nie aufzugeben und alle sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen.

Unseren Lesern möchten wir sagen, dass wir für Feedback stets dankbar sind. Wir

freuen uns über persönlichen Kontakt und sind immer über Facebook oder per Mail

unter kontakt@write-fever.de zu erreichen.

 

Feathergames: Vielen Dank für eure tollen Antworten!


Die Muse des Mörders, ISBN 3-902800-03-8

Ein Serienmörder im Wien des Jahres 2011. Er tötet nachts mit einem Dolch und
versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Chefinspektor Dominik Greve entdeckt,
dass jedes Opfer ein wertvolles Schmuckstück aus der Fertigung eines Wiener
Nobeljuweliers besaß. Da tritt die alternde Schriftstellerin Madeleine Scuderi
auf den Plan. Durch eine missverständliche Aussage gegenüber einer Tageszeitung
betrachtet sie der Täter fortan als seine Vertraute und Muse. Sie beschließt,
die Morde auf eigene Faust zu klären, und setzt sich dabei einer schrecklichen
Gefahr aus. Ein moderner Thriller, wie er spannender nicht sein könnte, mit der
literarischen Tiefe E.T.A. Hoffmanns.

Abgründe, ISBN 3-8450-0450-9

Eine Mordserie versetzt Virginia Beach in Angst und Schrecken. Frauenleichen
werden öffentlich zur Schau gestellt. Durch makabere Arrangements offenbart der
Killer die dunkelsten Seiten seiner Opfer. An jedem Tatort wird ein 'A'
gefunden, die einzige Spur auf den Täter.
Als Leiter der Mordkommission ist Ethan Hayes mitten im Geschehen und bekommt am
eigenen Leib zu spüren was es heißt, sich mit einem Wahnsinnigen anzulegen.
Schafft er es, den Serienmörder zu stoppen oder steht ihm seine eigene, finstere
Vergangenheit im Weg?