Interview mit Jordan Bay - Kazu (April 2012)

Feathergames: Guten Tag, Jordan. Danke zuerst einmal, dass wir dieses Interview mit Dir führen dürfen.

Du schreibst Fantasybücher, ist das richtig?

 

Jordan Bay: Genau, vorwiegend Romantic Fantasy - also gemischt mit einer Liebesgeschichte.

 

Feathergames: So wie Seelengold, das bereits erschienen ist?

 

Jordan Bay: Ja. Mein Erstling Seelengold - Die Chroniken der Akkadier erschien im Sommer 2011 als eBook. Ende März folgt der 2. Band der Reihe, Lichtpfade.

 

Feathergames: Magst Du uns vielleicht knapp erläutern, worum es in der Reihe Die Chroniken der Akkadier geht?

 

Jordan BayDie Akkadier sind Nachkommen der babylonischen Göttin der Liebe und des Krieges, ausgewählt gegen die Taryk zu kämpfen, welche sich von menschlichen Seelen ernähren. Allerdings tragen Akkadier eine Bestie in sich, die es ihnen oft erschwert, sich wirklich gut zu verhalten. Und in diesem Krieg begegnet der Akkadier Roven einer Menschenfrau namens Selene, die genau diesen dunklen Teil seiner Selbst reizt. Es dauert nicht lange und die beiden können die Finger nicht mehr voneinander lassen. (zwinkert) Hier möchte ich noch anmerken, dass ich meine Bücher für Leser ab 18 empfehlen würde.

 

Feathergames (grinsend): Oh, danke für den Hinweis!

Du hast die beiden ersten Bände bei 'Satzweiss' veröffentlicht – wie viel Mühe hat das gemacht?

 

Jordan Bay: Es ging. Ich habe mehrere Agenturen angeschrieben und bei Chichili hat es dann geklappt, die Seelengold an Satzweiss vermittelten. Erstmal als eBook. Aber Weiteres ist in Planung. Natürlich möchte jeder Autor sein Werk irgendwann einmal in den Händen halten und daran riechen können.

 

Feathergames: Wie kamst Du dazu, Bücher zu schreiben? Und warum hast du gerade das Genre der Romantic Fantasy gewählt? Gab es ein ausschlagendes Erlebnis?

 

Jordan Bay: Es gab einen Auslöser, ja. Ich hatte mit dem Lesen meines ersten Buches von Lara Adrian einen Aha-Effekt. Zuvor konnte ich mich fürs Lesen allgemein wenig begeistern. Aber dieses Buch und auch weitere aus dem Genre haben mich derart mitgerissen, dass eigentlich wie von selbst eine Geschichte in meinem Kopf entstand. Ich fing an zu schreiben und konnte nicht mehr aufhören, holte mir Meinungen von Testlesern, verbesserte oder schrieb neu und nach zweieinhalb Jahren war es vollbracht.

 

Feathergames: Also ist es Lara Adrian zu verdanken, dass Seelengold und Lichtpfade entstanden sind?

 

Jordan Bay: Das könnte man tatsächlich so sagen. Mittlerweile hänge ich sehr an Laurell K. Hamilton und J.R. Ward. Die Mischung aus dem Fantastischen und der Liebe finde ich einfach zu schön. Es ist perfekt, um dem Alltäglichen mal zu entfliehen.

 

Feathergames: Fast jeder Autor hat seine Favoriten, wo und zu welcher Zeit er am liebsten und besten schreibt. Wie sehen diese denn bei Dir aus?

 

Jordan Bay: Mhm, das ist bei mir eigentlich gar nicht so. Ich kann fast immer und überall schreiben, am liebsten an den unmöglichsten Orten. Manchmal packt mich die Schreibwut mitten am Tag, wenn ich eigentlich anderes zu tun hätte, und manchmal notiere ich mir auch einfach nur drei Sätze auf einem Stück Papier. Was ich gar nicht vertrage, ist totale Ruhe oder passende Musik. Das funktioniert leider gar nicht. Am besten geht es mit unpassenden Hintergrundgeräuschen, die mich innerhalb kürzester Zeit dazu zwingen, sofort in die Handlung hineinzufinden.

 

Feathergames: Was wäre ein völlig unpassender Ort, oder ein völlig unpassendes Hintergrundgeräusch?

 

Jordan Bay (zwinkernd): Na ja, in der Badewanne stell ich mir das schwierig vor und neben einem Presslufthammer bekomme vermutlich nicht einmal ich fantastische Schreibgefühle!

 

Feathergames (zwinkernd): Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass Du so etwas gut aushältst.
Woran arbeitest Du denn aktuell?

 

Jordan Bay: Aktuell schreibe ich fast täglich am dritten Band der Chroniken, der nahtlos dort ansetzte, wo der zweite einen Cliffhanger* hatte.

 

Feathergames: Du lebst zusammen mit Deinem Mann und zwei Nacktkatzen, nicht wahr? Wie weit inspirieren sie Dich zu deiner Arbeit?

 

Jordan Bay (lachend): Ähh, ich glaub, so gut wie gar nicht. Also, mein Mann ist immer für mich da, wenn ich etwas brauche, und meine zwei Nackedeis halten uns ordentlich auf Trab und kuscheln immer fleißig – aber mit Fantasy haben wohl alle drei wenig am Hut. Wichtig ist ein Zuhause, in dem man sich wohl und geborgen fühlt, wenn man von seinen gedanklichen Reisen heimkehrt.

 

Feathergames: Also 'benutzt' Du dein Heim und Deine Schätzchen quasi als eine Art Erholung vom Schreiben?

 

Jordan Bay: Erholen muss ich mich vom Schreiben eigentlich nicht. Es ist mein Zuhause und ich liebe es, was will man mehr?

 

Feathergames: Da hast Du wohl vollkommen recht!
Sag mal, wenn du nicht schreibst, was fängst Du dann mit deiner Zeit an? Gibt es neben dem Schreiben noch andere Hobbies, denen Du nachgehst?

 

Jordan Bay: Na ja, neben meiner eigentlichen Arbeit und der Zeit für die Familie bleibt tatsächlich kaum noch etwas übrig. Zur Entspannung zeichne ich sehr gern ab und zu und lese natürlich auch selbst wahnsinnig gern Bücher.

 

Feathergames: Welches ist denn Dein Lieblingsbuch?

 

Jordan Bay: Ein einzelnes Lieblingsbuch gibt es nicht, aber ein paar Autoren, die ich bevorzugt lese, allen voran Laurell K. Hamilton und J.R. Ward – die beide unglaublich detailliert und mitreißend schreiben.

 

Feathergames: Möchtest du den Lesern denn noch irgendetwas mitteilen?

 

Jordan Bay: Ja, sehr gerne! Was mich bis heute überrascht und nachhaltig berührt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der unbekannte Autoren wie ich im Kreise der Lesergemeinschaft aufgenommen werden. Dafür kann ich euch allen gar nicht genug danken! Ich finde es toll, wenn ihr mich an eurer Meinung und eurer Begeisterung teilhaben lasst. Allein dafür lohnt es sich, jeden Tag weiterzuschreiben!

 

Feathergames: Vielen Dank für dieses Interview, Jordan. Wir im Kreise der Feathergames-Gruppe wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß!

 

Jordan Bay: Ich hab zu danken, für die schönen Fragen und euer Interesse!

 

 

 

*Anmerkung: Cliffhanger sind offene Enden; der Autor hört auf, wo es am spannendsten ist.